Arbeitswelt


Wie die Handlung als Zusammenfassung einzelner Operationen gelten kann, so kann auch die Arbeit als Zusammenfassung einzelner Handlungen verstanden werden. Diese Arbeit wird ausgehend von der Betriebsebene nach der Wirtschaftssystematik beschrieben und zeigt eine Form der gesellschaftlichen Arbeitsteilung.

Im Unterschied dazu wird hier die Arbeitsteilung nach Funktionssystemen (= funktionale Differenzierung) vorgenommen, weil die Funktionssysteme (FS) mit Präferenzen versehen sind, die für die Steuerung relevant sind. Z.B. ist ein Gesundheitssystem kein Wirtschaftssystem und steuert sich nach der Unterscheidung krank / gesund, wobei "gesund" die bevorzugte Seite (Präferenz) ist und damit das Steuerungsziel darstellt.

Der Arbeitsmarkt wird in diesem Konzept vor allem aus der Perspektive der Präferenzen beschrieben, die im Unterschied zur Wirtschaftssystematik die Funktionssysteme hervorhebt. Dadurch kommt die Wirtschaft auch vor, aber nur neben der Wissenschaft (dem Recht, der Gesundheit usw.), die jeweils einen eigenen globalen Bezug haben können.

Die Konsequenzen daraus sind vielfältig und für die Nachhaltigkeit relevant, denn die Funktionssysteme weisen das Potenzial zur Selbststeuerungsfähigkeit auf, wodurch sie sich nicht mehr als "Teile" der Wirtschaftssystematik (z.B. nach OENACE) darstellen lassen. Die Vermischungen dieser "Wirtschaftssystematik" gehen sehr weit, z.B. werden im Abschnittt M die "FREIBERUFLICHEN, WISSENSCHAFTLICHEN UND TECHNISCHEN Dienstleistungen" (z.B. als Klassen 69.1 Rechtsberatung und 72 Forschung und Entwicklung) zusammen untergebracht. Es wundert kaum noch, dass die Funktionssysteme für die Wirtschaftsforschung fast unerkennbar sind.